Weil es nicht Winter wurde oder haben Motorräder eigentlich einen Ersatzreifen?

Tja, Ende 2006 hat das Wetter den Winter verpasst und so klappte auch noch spät im Jahr mit schönen Motorradausflügen.

Schön, wenn man nun auch mit einer R1 unterwegs sein kann und mit der Granate das Fahren wieder ein Stück neu lernen und abstimmen muss.

Eine meiner Favoritenstrecken ist da die montone Anreise bis nach Mulhouse und dann via Kammstrasse / Route des Crêtes durch die Vogesen und weiteren Kurveneldorados autobahnfrei bis nach Hause zurück. Danach weiß man, was man etwa 750 Km geschafft hat.
Olle Themen in zeitlicher Folge

August 2000 - XJR Millenium Treffen

August 2001 - XJR Treffen 2001
September 2001 - XJR auf Hockenheim
Juni 2002 - Sachsenring
August 2002 - XJR Sar-Lor-Lux Treffen
Januar 2003 -
Auspuffkappen & farbige Skalenscheiben
August 2003 - XJR Stammtischtreffen Hirzenhain
Dezember 2004 - 24.12. Feldberg, Taunus
August 2005 - XJR Treffen Ruhrpott
Das Wetter hatte es anfangs nicht so mit der Sonne, aber es war verhältnismässig warm und trocken. Das war auch gut so, denn die R1 will ausgangs der Serpentinen immer mit dem Vorderrad in die Höhe. Und da mann da noch immer unter Zug durch die Kurve will, muss man auch erst einmal weiterfahren - Fußbremse ist da nicht ...

So wurde das recht heiter mit uns beiden.
Nun ja, PS können auch relativ sein. Die Kuh störte es nicht und sie brachte mit 4 angetrieben Beinen bestimmt mehr Leistung an den Grashang als mit die R1 Obligatorisch nach ein paar unspektakulären Gipfel: der Grand Ballon. Wie am Col de La Schlucht tanzt hier in der Saison der Bär. Da rennen Busladungen unvermittelt vor das Vorderrad, Paraglider wollen in modernen Ritterspielen Dich aus dem Sattel segeln und Mountainbiker rasen und springen hemmungslos um Dich herum.

Wenigstens war heute Werktag, keine Saison und null Rummel.
Und das ist in den Vogesen mein absolutes Lieblingsschild !!!

Die 16 Km sind übrigens frei von Ortschaften. Fairerweise muss ich allerdings sagen, dass der Strassenbelag zwar immer weiter erneuert wird, aber die Hälfte ist noch immer Enduro-tauglich.
Zum Lieblingsschild gehört auch der Lieblings-Pass in den Vogesen.

Nun werden die Kenner sagen: fährt der mit einer R1 auf den kleinsten Buckelsträßchen im Elsass herum. Stimmt, der Col de Fouchy ist keine High-Speed Angelegenheit sondern hat mehr mit Präzision und Motorik zu tun. Die Franzosen machen einem das gerne mit ihren Super-Sportlern sehr eindrucksvoll vor ... die kennen da nix!
Wo soviel Spass auf der Piste ist, kommt einem waremn, weichen Sportreifen dann ein Stück Metall in die Quere.

Kurz hinter Saverne machte es jedenfall laut PAFF und die nachfolgende Untersuchung brachte diesen Einschuss im hinteren Pneu zu Tage. Aber es war noch Restluft im Reifen, der warme Gummi hat den Eindringling offenbar direkt eingeschlossen. So schleppte ich die R1 in langsamer Fahrt nach Hagenau. Fahre einmal einer mit einer R1 langsam durch Frankreich - das glauben die Franzosen einfach nicht! An seltsamen und halsbrecherischen Überholmanövern hatte ich keinen Mangel (merke: ich wurde überholt!).

Wie sagte der Renault Händler in Hagenau so schön: seit es die EU gibt, wird auch in frankreich nicht mehr gearbeitet. Stimmt: um 19:00 h war alles dicht - vom Motorrad- bis zum Reifenhändler.

Da der Hinterreifen 20 Km schon gehalten hatte ... vielleicht hält er auch noch ins gebiet des ADAC - nach Deutschland? Ich erreichte Wissemburg und war irgendwann dann auch mit ca. 90 km/h auf der Autobahn unterwegs. Vielleicht hälz es ja noch bis nach Hause? Am Kreuz Mutterstadt war es dann aber vorbei, mit Mühe erreichte ich einen Parkplatz und wartete auf den ADAC.

Der Abschlepper hatte Verständnis, dass ich die letzten 120 Km nun nach hause wollte und nicht die R1 irgendwo in Mannheim vor einem Yamaha Händler parke. Von daher grosses Lob an Paul Gronau von der gleichnamigen GmbH. Selbst ein alter Biker hatte er jede Menge Geschichten auf Lager, die den Trip nach Hause echt kurzweilig gestaltete.

Tja, und wenn Ihr mal in der Nähe von Ludwigshafen strandet, dann ruft Ihr den ADAC oder Paul unter 0621 54126 an.
Und zum Schluss von der Geschicht' ...

Was ist das, was wir aus meinem maladen Hinterreifen gepobelt haben?