Deutschland versank im Schnee, als ich am 2. Januar 1997 (beruflich) nach
Australien startete. Auf dem Flughafen schoben Radlader den Schnee
zusammen ...

Australien hat zu dieser Zeit Sommer, 45 Grad sind da schon einmal angesagt
und führen dann leicht zu bedrohlichen Waldbränden, da im "Regenwald" die Rinde
des Eucalyptus dann von selbst Feuer fangen kann. So ist es nicht verwunderlich,
daß man bei Flügen entlang der Küste (ich war in Sydney, Brisbane, Newcastle und Melbourne) in der riesigen Regenwäldern immer wieder lokale Rauchsäulen erkennt.

Melbourne kennt diese Probleme, beschert aber dem Motorradfahrer am Meer
durchaus eine kühle Brise (Merke: im Süden wird es immer kälter).

Wenigstens hat bei all dem Stress im Job ein Wochenende seinem Namen Ehre
gemacht und mit einer alten XV 535 ging es am 18. Januar auf die Great Ocean
Road, Australiens Highway No. 1 !

Vorab - das Tankvolumen des Mini Choppers (12 l) treibt einem auch im
besiedelten Australien zu einer komplizierten Tankstellen - Planung.

Die Mischung aus Küste und Regenwald
ist jedenfalls einmalig, und wenn man nach etwa 280 Km die Twelve Bens erreicht hat (Felsen, die errosionsbedingt im Meer
stehen, während sich die Küste zurückgezogen hat). Nach knapp 600 Km
Fahrt und zurück in Melbourne freut sich
ein krummer Rücken jedenfalls auf ein paar Stubbies !
Die Jungs von Garner's vermieten BMW und Yamaha, einen Helm und ein paar Handschuhe gibt es zur Not auch noch dazu.

Stress gibt es dann immer am Wochenende, wenn jede Menge Touristen sich um die Miet-Bikes schlagen.

Montags hat dagegen dann die Werkstatt Stress, denn den meisten Touristen geht auf den kurvigen Strassen der Asphalt oder auf den Pisten der Schotter aus.

An diesem Wochenende war ich der einzige von 15, der sein Zweirad wieder unversehrt abgegeben hat.