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Anfang Juni kann die beste Reisezeit für Irland sein - es kann die Sonne scheinen und den blühenden Ginster und die weiten Torflandschaften in ein wunderbares Licht setzen. Es kann aber auch nach einem Spruch eines irischen Optimisten "12x am Tag aufhören zu regenen". Nun, wir hatten Glück, wir erwischten 2 Wochen besten irischen Sommer mit bis zu 25 Grad - und das freut den Motorradfahrer. Die Anreise nach Cherbourg packten wir in 2 Etappen und übernachteten in der Champagne. Cherbourg ist auch noch der einzige Fährhafen, den Irish Ferries direkt bedient - Le Havre wird nicht mehr genutzt. Nach 18 Stunden Überfahrt (Buchung einer Kabine ist unbedingt empfehlenswert) fuhren wir in Rosslare an Land und ereichten Killarney 4 Stunden später. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Dort bezogen wir die Hawthorn River Lodge, das Ferienhaus unseres Verwandten Peter Bickel, der dort erfolgreich die Firma prodent betreibt. Die Lodge liegt direkt am Laune River mit Blick auf die Berge. |
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| Der erste Ausflug führte uns zum Ring of Kerry, der 200 Km Rundtour um die Iveragh Halbinsel. Von Killorglin geht es zum nahgelegen Caragh Lake und von dort in die Berge, ein schöner Beginn der Tour weitab von den zahlreichen Reisebussen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Sehr schön lässt sich eine Tour dann in Killorglin an der Brücke beschliessen, wo es in der Fishery neben Lachs auch mein Lieblingsgetränk gibt. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Die Halbinseln in Irlands Westen laden zu Motorradtouren regelrecht ein. Es empfiehlt sich allerdings eine langsame Gangart, da die Straßen klein und unübersichtlich sind. Mit dem Belag steht es auch eher schlecht, was die obligatorische Wasserdurchfahrt des Slea Head Drive auf der Dingle Peninsula eindrucksvoll beweist. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Unweit von Dingle gibt es auch eines der beliebtesten Postkartenmotive Irlands live. Dan Foleys Pub schmückt Grußkarten in Gänze, aber auch sein "Guinness is good for you" wird bevorzugt abgelichtet. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Unsere 3 Halbinsel Tour führte uns zum Ring of Baera, der (noch) ein Geheimtip ist. Selbst in den Reisemonaten Juli / August soll es hier noch recht ruhig und ursprünglich sein. Hier findet man Irlands einzige Seilbahn die zwar auf keinen Berg aber nach Dursey Island führt. Eine besondere Vorliebe für wetterfeste Fassadenfarbe haben die Einwohner des Dörfchens Eyries, wo in der Hauptstrasse jedes Haus einzigartig ist. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Cliffs of Moher - ein ganz ungewöhnliches Stück Natur (und entsprechenden Tourismus) erreicht man nachdem man mit einer ehemaligen Rheinfähre den Shannon überquert hat und noch etwa 60 Km der Küste folgt. Hier fallen die Klippen 200 m senkrecht ab und Mutige trauen sich bis an den Rand. Allerdings sollte man es wie die meisten machen: Brille sichern (!), und auf dem Bauch an den Rand schieben. Der starke Wind und das Schwindelgefühl helfen sonst schnell in eine neue Welt hinüber ... Der Schnitt soll dabei bei 6 Personen im Jahr liegen. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Tja,´und irgendwann einmal ist das letzte Pint getrunken und es geht an die Heimreise. Die Rückfahrt machten wir "landbridge", also über UK. Dies bedeutete die Abfahrt um 4:30 Uhr morgens, da unsere Fähre im 320 Km entfernten Rosslare um 9:00 Uhr abfuhr. Wir fuhren als letze an Bord des Tragflügelbootes Lynx. Mit einem echten Fluzeuggefühl donnerte das Schiff in gut 90 Minuten über die Irische See nach Pembroke. Anfangs hatten wir noch nette Routen über englische Landstrassen, aber dann führte uns die M4 ab Swansea monoton nach London. Hier die mir sehr gut bekannte Hektik auf Englands grösstem Parkplatz, der M25. So umfuhren wir London und erreichte den Kanaltunnel in Folkstone gegen 18:00 Uhr. Damals brachte Le Shuttle Motorräder zu 32 Pfund ans andere Ufer. Was keine aussprach wurde aber so langsam zur Gewißheit: wir wollten non-stop fahren. So ging dann für uns bei Lille die Sonne unter, aber die Nacht war sommerlich warm. Um 24:00 Uhr erreichten wir Aachen und machten hier die erste richtige Rast. Danach fiel es uns allen wirklich schwer, die Augen noch offen zu halten - die Konzentration war weg und kam nicht wieder. Wir sprachen einige aufmunternde Manöver ab, damit keiner wirklich einschlief und so überholten wir uns dauernd gegenseitig auf der leeren Autobahn. Um 3:30 h erreichten wir Rüsselsheim, dies entspricht unter Berücksichtigung der Zeitverschiebung einer reinen Fahrzeit (inkl. Fähren) von 22 Stunden für knapp 1500 Km. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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